Zum Tod von Wolfgang Schramke

Am 15. März 2012 verstarb nach lang ertragener schwerer Krankheit und einige Monate vor seinem 65. Geburtstag

Prof. Dr. Wolfgang Schramke.

Wolfgang Schramke hatte von 1997 bis 2007 die Professur „Geographie und ihre Didaktik“ an der Universität Bremen inne. Er gehörte zu den prägenden deutschen Kollegen in der Geographiedidaktik. Ihm war der schulische Erdkundeunterricht ein Herzensanliegen; von daher entwickelte er, anders als etliche andere, seine Didaktik der Geographie - und nicht von der wissenschaftlichen Geographie her. Wolfgang Schramke hat sich jedoch auch sehr um die Verbindung von Didaktik und Fachwissenschaft verdient gemacht, wie vor allem das von ihm maßgeblich mitbestimmte Sammelwerk „Metzler Handbuch für den Geographieunterricht. Ein Leitfaden für Praxis und Ausbildung“ zeigte. Es ist kein Zufall, dass einige der fachwissenschaftlichen Beiträge in diesem Band deutlich über dem Niveau entsprechender Publikationen in den geographischen Fachzeitschriften anzusiedeln sind.

 

In Bremen haben wir seine sehr gründliche und innovative Lehre aus nächster Nähe bewundern können. Er verlangte viel von den Studierenden. Mit großer Hingabe widmete er sich besonders denjenigen, die neugierig waren und etwas lernen wollten. Schon bald hatte er um sich einen Kreis hochbegabter und interessierter Studierender versammelt, die zum größten Teil exzellente Examen ablegten und mit großer Begeisterung Geographielehrerinnen und -lehrer wurden. Damit hat er sicher mehr für den Erhalt der Geographie als Schulfach getan als viele andere Kollegen, die eher etwas abstrakt die große Bedeutung der Geographie für die schulische Bildung betonen.

 

Das Institut für Geographie der Universität Bremen wird Wolfgang Schramke ein ehrendes Angedenken bewahren.