Geomorphologisch-sedimentologische Labor

Das geomorphologisch-sedimentologische Labor ist ausgerüstet für die Entnahme von langen Sedimentkernen aus Wassertiefen bis zu 100 m und für das Monitoring des Partikelflusses durch die Wassersäule zur Sedimentoberfläche. Neben verschiedenen Techniken für eine zerstörungsfreie Untersuchung von Sedimentkernen ist dieses Labor auch für die Analytik von physikalischen und geochemischen Sedimentparametern mit hohem Probendurchsatz ausgelegt, wie dies für hochauflösende Untersuchungen an Seesedimenten notwendig ist.

Geländeausrüstung

  • Motorisierte Probenahmeplattform mit einem Außenbordmotor sowie zwei unterschiedlich große Schlauchboote, wahlweise mit Verbrennungs- oder Elektromotor
  • Generator (220 V)
  • Vermessungsinstrumente inklusive einem differentiellen GPS
  • Sedimentechograph
  • Verschiedene Schwerelote (Durchmesser: 60 mm) zur Beprobung der Sediment/Wassergrenze und der obersten ca. 2.5 m
  • Niederreiter Kolbenlot (mit Erweiterung nach Usinger) für die Entnahme langer Sedimentsequenzen (Durchmesser: 60 und 90 mm)
  • Manuelle Winde mit einem Ruttner-Wasserschöpfer zur Beprobung der Wassersäule in unterschiedlichen Tiefen
  • Multiparametersonde zur Bestimmung von Temperatur, pH-Wert, elektrischer Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt und Redoxpotential
  • CTD-Sonde (Leitfähigkeit, Temperatur, Tiefe) mit zusätzlichem Trübungssensor
  • Material für permanente Verankerungen (Monitoring) in Seen bis 400m Wassertiefe
  • Computergesteuerte Sedimentfalle (Technicap PPS 4/3) zur sequentiellen Entnahme von Partikelproben
  • Minithermistoren zum hochauflösenden Monitoring von Wassertemperatur und -druck (Veränderungen des Wasserstandes) über lange Zeiträume (bis zu 5 Jahre)

Laborausrüstung

  • Gekühltes und begehbares Kernlager zur Aufbewahrung von Sedimentkernen unter optimalen Bedingungen
  • Mechanischer Kernsplitter für variable Kerndurchmesser zum schnellen Öffnen und Halbieren der PVC-Liner, ohne dass es zur Kontamination durch PVC-Splitter vom Liner kommt
  • Meßbank zur hochauflösenden digitalen Fotografie halbierter Sedimentkerne
  • XRF-Kernscanner (ITRAX, Cox Analytics) zur Erfassung von Haupt- und Spurenelementen, einem digitalen Linescanner sowie digitaler Radiographie, alles mit Submillimeter-Auflösung bis zu 200 µm
  • Automatischer Kernscanner zur Erfassung der magnetischen Suszeptibilität von halbierten Sedimentkernen mit Bartington MS2E oder MS2F Sensoren. Dieser Kernscanner kann optional auch mit einem Loop-Sensor (Bartington MS2C) für die Bestimmung der magnetischen Suszeptibilität an ganzen Kernen in Kunststoff-Linern ausgerüstet werden
  • Bartington MS2B Sensor zur Bestimmung der frequenzabhängigen magnetischen Suszeptibilität
  • Ausrüstung zum Schockgefrieren von wenig kompaktierten Sedimenten und zum Imprägnieren mit Kunstharz als erster Schritt zur Herstellung von Dünnschliffen
  • Polarisationsmikroskope und Binokulare mit konventioneller und digitaler Dokumentationseinrichtung
  • CNS-Elementaranalysator (EURO-EA, HEKAtech GmbH mit Autosampler und TOC-Kit) zur Bestimmung des gesamten Kohlenstoffs (TC), des gesamten Stickstoffs (TN), des gesamten Schwefels (TS) und – nach Entfernung der Karbonate – des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC)
  • Muffelofen (NABERTHERM) zur Bestimmung von organischer Substanz
  • Apparatur zur Carbonatbestimmung nach Scheibler
  • Continuous Flow System mit UV-VIS Spektrometer (SKALAR, zwei Linien) zur Bestimmung von biogener Kieselsäure
  • Laser-Partikelanalysator (LS 200, BECKMAN COULTER) für den Korngrößenbereich von 0.4 µm bis 2 mm
  • Nasssiebmaschine (RETSCH) mit unterschiedlichen Siebsätzen für den Korngrößenbereich von 63 µm bis 20 mm
  • Mikroprozessorgesteuerte Gefriertrocknungsanlage (LYOVAC GT2)
  • UV-VIS Spektralphotometer (HACH)
  • Zentrifuge (Sigma 3-15)
  • Horizontalschüttler (KÜHNER)
  • Apparatur zur Bestimmung der Korngröße nach Köhn
  • Apparat zur Erzeugung von bidestilliertem Wasser (HEREAUS)
  • Druckaufschlusssystem
  • Vakuumfiltrationsgerät mit Membranpumpe